„Eisberg Blues“ in „Zwielicht 11“

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Das Jahr ist noch jung, beginnt aber mit einer erfreulichen Nachricht: Meine Story „Eisberg Blues“ wird in der elften Ausgabe von „Zwielicht“ erscheinen. Zum exakten Erscheinungstermin gibt es bisher erst eine lose Angabe von Herausgeber Michael Schmidt, die da lautet: Anfang 2018. Gedulden wir uns also noch ein wenig und erfreuen uns an der Autorenliste, die vielversprechend klingt (siehe weiter unten). Das Cover hat einmal mehr Björn Ian Craig erstellt.

Was gibt es über „Eisberg Blues“ zu sagen bzw. zu schreiben? Nun, es war ein langer, fast einjähriger Entstehungsprozess in der Schweiz, zu Teilen in Wien und auf Teneriffa. Zwischen all diesen Orten hielt mich vor allem mein Brotjob viel zu oft vom Schreiben ab, was zu langen Pausen führte. Aber ich denke, dass sich die doch sehr kräftezehrende unregelmässige Arbeit gelohnt hat, behandelt die Geschichte doch fast das ganze Leben des Protagonisten, der über die oft seltsamen Wege, die das Leben eben manchmal einschlägt, in okkulte Gefilde abdriftet, um zu guter letzt auf einem Eisberg zu landen. Dort begegnet er … aber HALT! Das könnt ihr selber lesen.



Inhalt Geschichten:
Thomas Stumpf – Der Mann, der Jimmy Page kannte
Abel Inkun – Die Essenz der Veronesen
Gordon James McBane – The Hanky Panky Girl
Leander Milbrecht – Phelesto
Markus K. Korb – 80 Grad
Carmen Maria Machado – Abstieg
Karin Reddemann – Das samtrote Sofa
David Wright O’Brien – Ausstrahlung
Max Pechmann – Ein Porträt von Shirley Love
Manuel Otto Bendrin – Der perfekte Moment
Matthias Schulz – Beschreibung einer norwegischen Spezies von Theraphosidae sowie den mysteriösen Ereignissen im Rahmen ihrer Untersuchung
Lea Reiff – Adze
Harald A. Weissen – Eisberg Blues
Algernon Blackwood – Der Blutweiher
David Wright O’Brien – Ausstrahlung

Inhalt Artikel:
Matthias Kaether – Museum des Wundervollen
Ralf Steinberg – Das Durchdrehen der Schraube

Verzögerung für Skinner

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Heute in aller Kürze: Wegen Problemen mit dem Cover, verzögert sich die Neuauflage von ‚Begegnung mit Skinner‘ bis ca. März 2018. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Lesern entschuldigen, die schon darauf gewartet haben. Habt noch etwas Geduld … der Roman kommt. Und wenn ihr euch die Wartezeit mit einem wirklich hervorragenden Buch versüssen wollt, lege ich euch dringend ‚Ich und die anderen‘ von Matt Ruff ans Herz. Der Mann ist eine Granate!

Nur etwa 10 Jahre Pause

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Wahrscheinlich kann jeder Autor, Literat oder Hobbyschreiber (wahrscheinlich sogar Songtexter) ein Lied davon singen, wenn es um Geschichten geht, bei denen er oder sie plötzlich ins erzählerische Stolpern gerät, hart auf die Schnauze knallt und einfach nicht mehr hochkommt. Ja, es gibt sie wirklich, diese legendären Geschichten, die plötzlich nirgendwo mehr hingehen, die sich nicht mehr richtig fassen lassen, als wären sie ein glitschiger Aal, der einem ständig aus den Händen flutscht. Kürzlich beim Durchforsten einer meiner Festplatten bin ich auf ein solches Storyfragment gestossen, an dem ich vor sage und schreibe 10 Jahren das letzte Mal gearbeitet habe. Ein Text, von dem ich mir damals auf den ersten Seiten Grosses versprach, der dann aber wie ein altersschwacher Gaul lahmte und nicht mehr vom Fleck kam.

Was kann man tun? Ich kenne persönlich einige Autoren, die plotten, die also die ganze Geschichte ausarbeiten, noch bevor sie das erste Wort geschrieben haben (das ist nicht mein Ding, no Sir). Das führt dann oftmals zu Kurzgeschichten oder Romanen, bei denen sich während dem Lesen der Eindruck einschleicht, dass viele Aspekte davon erzwungen und unglaubhaft wirken. Persönlich spreche ich hierbei von organischer oder eben nicht organischer Entwicklung. Man kann sich das ein wenig so vorstellen, als ob man den vorher erwähnten altersschwachen Gaul mit der Reitgerte hart ran nimmt und ihn sozusagen vorwärts in Richtung Stall prügelt. Und ja, der Gaul wird in den meisten Fällen dort ankommen, aber er wird am Ende auch ziemlich kaputt sein. Das andere Extrem ist es, den Gaul liebevoll zu streicheln und ihm gut zuzureden, aber auch das funktioniert in den meisten Fällen nicht, ist der Gaul doch längst so erschöpft, dass er sich wirklich nur noch hinlegen und nicht mehr bewegen will. Es empfiehlt sich also, die richtige Möhre zu finden, die man dem Tier vor die Nase hängen kann, damit es von sich aus zurück in den heimischen Stall will. Und eine solche Ideen-Möhre habe ich zufällig gefunden, als ich besagtes alte Textfragment durchlas. Manchmal braucht es eben bloss ein wenig Geduld, die Story kommt wieder auf die Beine, und die Sache wird gut.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte (Titel: „Als es regnete“) um einen Videotheken-Mitarbeiter, der eine eigenartige Begegnung mit einer noch viel eigenartigeren jungen Frau hat. Nur bleibt es nicht dabei, wird er doch durch die Begegnung in eine grössere Sache verwickelt, die ihn sprichwörtlich unter die Erde bringt. Aber nicht ins Grab, sondern in ein Höhlensystem, in dem Politiker aus Zürich und dem Rest der Schweiz ihren Trieben freien Lauf lassen und mit garstigen Mächten spielen, mit denen man nicht spielen sollte.

Mal gucken, wie schnell der Gaul in den Stall trabt. Ich halte euch auf dem laufenden.

Ein kleines Stückchen Mond

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Gestern beendete ich die Story ‚Eisberg-Blues‘ nach einer Arbeitszeit von acht, vielleicht sogar neun Monaten. Ich staune selbst immer wieder, wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn ich in meine Texte eintauche und Sätze hin und her schiebe, Wörter austausche und Metaphern ändere. Man könnte das fast schon als zu viel des Guten bezeichnen, habe ich doch auch schon die Lust an Texten verloren, weil ich nicht vorwärts kam. Aber so ist sie eben, meine Arbeitstechnik, und solange hin und wieder eine Geschichte das Licht der Welt erblickt ist alles gut.

Auf der Suche nach einer neuen Geschichte, an der ich arbeiten könnte, durchforstete ich im Anschluss meine drei Festplatten nach alten Storyfragmenten, Notizen, gesammelten Ideen und Bildern (ich lasse mich stimmungsmässig gerne von Fotografien und Gemälden inspirieren). Dabei stiess ich auf einige hundert Fotos, die ich Anfang des Jahres auf Teneriffa geschossen habe, und eine Tonne voll Erinnerungen an Ferien, die nicht ganz meinen ursprünglichen Plänen entsprachen.

Eigentlich wollte ich damals eine Woche intensiv Wandern gehen, bietet Teneriffa doch im nördlichen Teil herrliche Regenwälder und etliche Naturschutzparks – vor allem der Parque National del Teide, der auf über 2000 m Höhe den Vulkan Teide (3718 m) umgibt und über Dutzende von Kilometern Wandermöglichkeiten bietet. Die Aussicht auf den Teide war herrlich, da Schnee die Spitze bedeckte; und die ganze Landschaft, in der um diese Jahreszeit nicht viel blühte, glich einer Mondlandschaft, wie sie ästhetischer kaum sein kann. Egal um welche Jahreszeit es sich handelt … wenn ihr in der Nähe seid, dann nehmt euch die Zeit, um diesen herrlichen Nationalpark zu besichtigen.

Letzten Endes war das aber auch schon die einzige geplante Sache, die ich durchzog. Zwei Tage bevor ich ankam, kam nämlich auch eine Kältewelle an. Die üblichen 30 bis 35 Grad Celsius sanken auf sagenhaft miserable 12 bis 17 Grad Celsius, gepaart mit einem unglaublich kühlen Wind. Bei der oben erwähnten Wanderung (samt unglaublich beeindruckender Nachtwanderung) im Parque National del Teide erkältete ich mich schon am zweiten Tag der Ferien, was zu Fieber, Halsschmerzen und viel Tee führte. Trotzdem wagte ich mich anschliessend mit einer Gruppe noch in den Regenwald, doch plötzliche extreme Regenfälle machten das Wandern unmöglich. Und so führte ich meine Ferien dann im Hotel (mit Schreiben – auch ganz gut), diversen Kurztrips, Teetrinken in praktisch jedem Lokal der Ortschaft, viel Lesen und eben Fotografieren fort. Zwischendurch gönnte ich meinem gepeinigten Körper eine Massage, und der wohl weltbeste Inder sorgte für einzigartige kulinarische Genüsse. Auch nicht schlecht …

Ein kurzes Update

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Heute habe ich ein Widget in die Seite eingepflanzt, das zeigt, was ich zur Zeit so lese. Da auch ich mit dem üblichen Zeitmangel zu kämpfen habe, werden die Informationen darin sicher nicht minutiös geupdatet. Aber der interessierte Leser findet möglicherweise hin und wieder etwas, das ihn selbst neugierig macht. Aktuell handelt es sich um die 2010 bei Festa erschienene und längst vergriffene Novelle ‚Die Kannibalen von Candyland‘ von Bizarro-Meister Carlton Mellick III. Seine grossartige Kurzgeschichte ‚Porno im August‘ kenne ich aus der Anthologie ‚Necrophobia 3‘, ebenfalls aus dem Hause Festa. Da hoffe ich doch sehr, dass die Novelle genau so abgedreht und surreal ist.

Weiterhin habe ich in den Blogroll zwei Verlagsseiten aufgenommen, die es wert sind, dass man sie verlinkt. Zum einen wäre da die ‚Edition Phantasia‘ von Joachim Körber, zum anderen ‚Emmerich Books& Media‘, bei denen schon bald die Neuauflage von ‚Begegnung mit Skinner‘ erscheinen wird. Und das wär’s für heute auch schon wieder.